transphilosophisch #62

„Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit“, schrieb Hegel in seiner Philosophie des Geistes, nichts ahnend, dass er sich damit 200 Jahre später Podcastverbot bei Rick und Maik einhandeln wird. Sein Gedanke scheint sich leider tief in die deutsche Kultur gegraben zu haben. Angefangen im Schulbetrieb, wo Im-Unterricht-Trinken oder Die-Falsche-Antwort-Geben oft schon einen Ungehorsam darstellen. Wer nicht pariert und die ehrwürdigen Regeln bricht kriegt die Zukunft mit bösen Zauberzahlen gespickt. Nichts gegen Regeln per se, für’s Gemeinwohl und so, aber führt blinder Gehorsam am Ende nicht eher zu Unterdrückung und kultureller Stagnation? Nö, sagen moderne Polit-Hegelianer:innen und rascheln mit der unhinterfragten Gehorsamskette, die den einen die Hälse zuschnürt und die anderen derbe bereichert.

Rick und Maik sind in dieser Folge trotzig gegenüber dem seit der Kinderstube genährten Gehorsamskult und diskutieren kackfrech den Wert des Gehorsams bzw. Ungehorsams. Dialektisch sogar, als im Hegel-Style. Musik gibts diesmal zwar keine, dafür wird ein Buch gefeaturet. Nämlich Wie man mit einem Mann unglücklich wird von Ruth Herzberg. Ein wirklich tolles Buch, verfilmt von Til Schweiger … wait, what?

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transphilosophisch #61

Alles will sie, keine:r hat sie. Außer Rick und Maik of course. Wahrheit™ ist für die meisten zweiwertig: Alle Sätze dieser Welt wären demnach entweder „wahr“ oder „falsch“, Ja‘s und No-no’s und die Welt somit binär. Ähnlich wie Computercodes aus 0en und 1en, die Liebe™, Geschlecht™ uvm. Und dann kommt plötzlich die moderne Logik daher und erfindet, drei- oder mehrwertige Logiksysteme mit mehr als nur wahr und falsch, andere bauen damit Quantencomputer, die sogar schneller sind und wesentlich mehr können, als die ollen Windows-Mühlen.

Ist Wahrheit™ letzten Endes ein Produkt des Menschen? Immer relativ zu einem:r Beobachter:in wie die Bewegung bei Onkel Einstein? Ein Prittstift mit dem wir die Realität kollagieren? Und ist die Suche danach am Ende so hoffnungslos wie die nach Gott und Glück durch Reichtum?

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transphilosophisch #60

Man muss es einfach sagen: Diese Folge ballert! Regelrecht. Während die Bundesregierung ein paar Kieze weiter ratlos und unter aller Würde eine Krise verwaltet, setzen Rick und Maik noch einen oben drauf und und zeigen mal wie philosophisch inkompetent die BRD über Jahrzehnte mit ihrem angeblich höchsten Gut – der Menschenwürde – umgegangen ist, das bekanntlich auf der Poleposition des Grundgesetzes steht.

Der alte §175 StGB, das in den 80ies geschriebene TSG, so genannte Ausländerbehörden, der Umgang mit Menschen, die als „Frau“ gelesen werden – wie antastbar die Würde des Menschen am Ende wirklich ist, lässt sich also leicht an der Nachkriegshistorie zeigen. Woran lag’s? Was waren die Schlupflöcher? Zählte man(n) einfach bestimmte Personen per definitionem nicht in die Menge der „Menschen“? Oder erklärte andere ganz einfach für nicht existent? Sind Menschen nur Würde-berechtigt, wenn sie auch cis, männlich, hetero, monoamorös und am besten weiß sind?

Es scheint jedenfalls so, deswegen haben Rick und Maik sich, befeuert durch eine Kanne Kaffe, diesen Donner-Talk geliefert. Dazu gibt’s ein bisschen Schabernack und natürlich gute Musik – diesmal von Lia Sahin, dem bunten Fleck im Hip Hop, mit einem Track, der dir die Socken auszieht, Peter, schwöre! Klicke jetzt und verabreiche dir eine Dosis Empowerment:

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transphilosophisch #59

Pro-Maik und Contra-Rick sprechen über Mitleid. Während Maik mal wieder den ollen Schopenhauer ausgräbt, um mit dessen Mitleidsmoralphilosophie ins Feld zu ziehen, die alles Lebende über einen Kamm schert, kommt Rick schon beim Gedanken an Povertyporn und anderen humanitären Ablasshandel das blanke Kotzen. Empathie sei doch wohl!, wettert Rick, aber Maik lenkt ein, das habe der Schopi doch! Quasi! Als die Diskussion schließlich beim Selbstmitleid ankommt, eskaliert das Thema. Selbstmitleid, wie geht das? Ein Ich bemitleidet Sich, wobei Ich = Sich, das Leidende ist also gleichzeitig Mitleidendes und Bemitleidetes. Natürlich gilt die Regel: Geteiltes Leid = halbes Leid, also Leid durch Leid gleich 1/2 Leid. Trotzdem halbiert sich da nix! Wird eher noch schlimmer und führt erfahrungsgemäß nirgendwohin, außer in die Depression, Isolation und sogar Misantrophie. Letzteres kannte schon der Schopenhauer. Sehr gut sogar.

Diese Folge ist ein Muss für Leidende, Mitleidende, und Bemitleidete. Für alle also, denn Leben = Leiden, sagt der Buddhismus. Außerdem haben wir gehört, dass in jeder Minute, in der diese Folge nicht gehört wird, irgendwo auf der Welt ein Streifenhörchen stirbt. Die Korrelation dieser beiden Ereignisse ist noch öffentlich unbestätigt, aber das macht nichts, denn die Folge ist sehr gut. Und Anhören kostet literally – nichts.

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transphilosophisch #58

Krokodile sind bewältigbar, Insektenschwärme nicht so sehr. Auch bewältigbar: Eine Mastektomie! Von der berichtet Rick im laaangen Transteil dieser Folge, die sich eben deshalb und nicht zuletzt aus dramaturgischen Gründen um eine Woche verzögert hat. Eigentlich ist Ekel das Thema, aber Rick hat dazu passend jede Menge Krankenhausgeschichten mitgebracht. Blut und Schläuche im Körper. Pfui Dübel! Skalpelle, TavorTM, Anästhesie! Eine Chirurgin, die kurz vor der OP sagt: HAAALT! STOP THIS KRANKENHAUSBETT! Das alles passt, denn das Thema dieser Folge ist eigentlich Ekel. Entschieden im Namen der Patrons.

Auf diese Geschichten hat Peter, das geduldigste Publikum der Welt, auch eine ganze Woche warten müssen. Da blieb nämlich den einen Samstag zuvor einfach die Folge aus, wenn auch aus gutem Reason. Aber hier ist sie nun!

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transphilosophisch #57

Man kann auf sooo vieles Stolz sein – die eigenen Kinder, die blonde hübsche Freundin, die Nation, in der man zufällig geboren und erzogen wurde und zu deren Entwicklung man nichts beigetragen hat, außer Windeln zu befüllen, Würstchen mit Pommes zu essen oder Wetten Dass zu gucken. Oh je … vielleicht doch nicht so einfach mit dem Stolz. Möglicherweise hat sich da mal wieder der Fehler- bzw. Egoteufel eingeschlichen, den man schleunigst vertreiben sollte. Rick und Maik sind auch stolz. Auf ihren Podcast, aber den haben sie immerhin selbst gemacht. Und die einzig wahre Nation ist und bleibt für sie – die Prokrastination. Musik gibt’s dieses Mal von Erika Funk und MAG!

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transphilosophisch #56

»Werde, was du bist«, krakelte Friedrich Nietzsche vor ca. 150 Jahren und ebnete damit jenen modenren life coaches und Selbstverwirklungsgurus den Weg, die er damals echt gebraucht hat. Heute suchen die Leute immer noch nach sich selbst in Abgrenzung zu den anderen und nennen es: Individualismus. Rick und Maik sind skeptisch, weil umso höher der Grad an Individualität, desto stärker meist auch die Einsamkeit. Was ist also dran an diesem Verlangen nach Unvergleichlichkeit, USPs und radikalem Ich-sein? Ist da womöglich der Bullshit-Wurm drin? Schauen wir mal; bzw. hören (Rimshot) und zwar auf spotify, iTunes oder einfach hier:

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transphilosophisch #55

Es gibt viele Erleuchtungspfade, aber kaum einen mit so langem Rattenschwanz wie die Esoterik. Ein „liebendes“ Universum, dem man Serveranfragen stellen kann, Ufos, Weltverschwörungen und jede Menge Kristallware zu unerschwinglichen Preisen. Rick und Maik begeben sich auf die Suche und durchforsten den Sumpf der spirituellen Heilsversprechen. Dabei finden sie – Versandkataloge, Onlineshops, Fachmessen. It’s crazy!

Dieses Thema wurde von unseren freundlichen Gönnern auf Patreon aus insgesamt fünf erwählt. The winner was – Esoterik. Also: Lass dich erleuchten, Peter.

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Thema #55: Ihr habt gewählt!

Das Thema für die neue Folge steht fest! Unsere Patrons haben in einem erbitterten Kopf-an-Kopf-Rennen aus fünf Themen ihren Liebling ausgewählt. In der nächsten Folge sprechen wir über:

Esoterik!

Wir sind sehr froh und gerührt, dass alle so schön mitgemacht haben. Sei nicht traurig, wenn dein Thema diesmal nicht gewonnen hat, denn ab jetzt wird es für jede Folge eine Abstimmung geben, bei der die alten nochmal neu ins Rennen ziehen.

Du denkst: Hä? Weißt nicht, was das hier soll? Wovon die Rede ist? Du bist sauer, fühlst dich ausgeschlossen und möchtest, verdammt nochmal, auch mitstimmen? Beruhige dich, das lässt sich regeln. Die Wahlurnen befinden sich direkt hinter der Paywall auf Patreon. Wenn du also in den engeren Kreis der Transphilosophen treten willst, folge ganz einfach diesem Link:

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transphilosophisch #53

Rick und Maik, Eure beiden Lieblingsbetazoiden vom Planeten Wedding, spreaden das word. Es lautet „Empathie“ und es ist auf seiner Reise durch unsere Kultur noch nicht besonders weit gekommen. Na immerhin bis zu Peter dringt es jetzt durch. Nämlich mit der neuen Folge transphilosophisch. Supergeile Musik gibt’s dieses Mal von Gläser, der schon mal mit dabei war. und zwar mit der brandheißen Single „Zu Tage in der Nacht“. Check das aus, Peter! Und zwar auf Spotify, Youtube oder einfach auf good old Soundcloud.

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